Warum Sie keine MicroSD-Karten in DSLR- oder spiegellosen Kameras verwenden sollten

MicroSD-Karten werden immer häufiger verwendet, von Action-Kameras über Telefone bis hin zu Videospielkonsolen. Aber Sie sollten wahrscheinlich keine in Ihrer dedizierten Kamera verwenden, zumindest nicht, wenn sie keinen MicroSD-Kartensteckplatz hat.

Wieso den? Es dreht sich alles um die „Hülse“, den kleinen Plastikadapter, der mit fast jeder im Handel erhältlichen MicroSD-Karte mitgeliefert wird. Es ist praktisch, wenn Sie den Inhalt der MicroSD-Karte auf einem Laptop oder Desktop ohne dedizierten MicroSD-Steckplatz lesen müssen, aber es ist nicht für den Dauergebrauch ausgelegt. Es ist ehrlich gesagt billig und verlangsamt wahrscheinlich die Schreibgeschwindigkeit Ihrer Kamera.

Gehen wir etwas zurück. Moderne Kameras verarbeiten riesige Datenmengen: 15+ Megapixel-Bilder sowie HD- und 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde oder höher. Kameras in voller Größe haben im Gegensatz zu Smartphones nicht viel internen Speicher – sie müssen alles sofort auf eine Flash-Speicherkarte schreiben. Je mehr Bilder und Videos Sie pro Sekunde aufnehmen, desto schneller muss Ihre Kamera Daten schreiben.

  So überprüfen Sie, ob Ihr Office 2016-Produktschlüssel authentisch ist

Deshalb ist die „Leistung“ einer Speicherkarte so wichtig: Diese Zusatzetiketten wie „Klasse 10“ und „UHS-3“ befassen sich alle mit der maximalen Datenmenge, die die Karte zu jedem Zeitpunkt zum Lesen und Schreiben verarbeiten kann. Wenn Sie eine schnelle und teure MicroSD-Karte kaufen, kann die Karte selbst diesen Datendurchsatz problemlos bewältigen, dies gilt jedoch nicht für die mitgelieferte SD-Adapterhülle.

Die Hülle sollte technisch in der Lage sein, die gleiche schnelle Datenübertragung zu bewältigen wie die winzige Karte – die elektrischen Kontakte sind im Grunde nur Miniatur-Verlängerungskabel. Und tatsächlich können einige der Hüllen, die ich getestet habe, bei Laufwerksgeschwindigkeitstests genauso abschneiden wie die nicht unterstützten MicroSD-Karten, die sie enthalten. Bei Verwendung mit einer Hochleistungskamera verlangsamen die zusätzlichen Schritte beim Schreiben jedoch die Leistung.

Ein praktisches Beispiel: Meine Sony Alpha A6000 kann sechs 24-Megapixel-Bilder pro Sekunde aufnehmen. Bei hohen Verschlusszeiten klingt es wie ein kleines Plastikmaschinengewehr. Aber das sind enorme Datenmengen, je nach Bildinhalt und Qualitätseinstellung zwischen 20 und 100 Megabyte pro Sekunde. Wenn der relativ kleine Pufferspeicher der kameraeigenen Hardware aufgebraucht ist, braucht es eine superschnelle SD-Karte, um die Fähigkeiten der Hardware voll auszuschöpfen.

  Was ist Adobe Creative Cloud und lohnt es sich?

Meine Lieblingskarte ist diese SanDisk Ultra SDXC. Es ist für eine Lesegeschwindigkeit von 80 MB/s ausgelegt – SanDisk gibt die Schreibgeschwindigkeit nicht bekannt, aber das Testen auf meinem PC liefert mir Ergebnisse von etwa 40 MB/s. Wenn die Verschlusszeit der Kamera unter dem Maximum von Aufnahmen pro Sekunde eingestellt ist, dauert es etwa fünf bis sechs Sekunden bei maximaler Aufnahmegeschwindigkeit, bevor die Kamera langsamer werden muss, um etwa 55-60 Bilder weiterzuschreiben.

Ich habe auch eine massive Samsung 256 GB EVO Plus MicroSD-Karte, die normalerweise in meinem Telefon lebt. Sie ist mit einer Schreibgeschwindigkeit von etwa 60 MB/s sogar schneller als die SanDisk SD-Karte in voller Größe. Wenn ich sie also in meine Kamera stecke, sollte ich in der Lage sein, noch mehr Full-Speed-Aufnahmen zu machen, bevor ich eine Verlangsamung sehe. . Da es sich aber um MicroSD und nicht um SD handelt, braucht es die Adapterhülse. Trotz der überlegenen Schreibgeschwindigkeit dank U3-Klassifizierung beginnt die Kamera bereits nach drei Sekunden und etwa 35 Fotos langsamer zu werden. Die einzige Variable ist die Adapterhülle, die weder mit der Kamera noch mit der darin befindlichen Karte mithalten kann.

  Suchtab von Outlook verloren? So stellen Sie es wieder her

Daran ist nichts auszusetzen Verwendung von MicroSD-Karten in Geräten, die dafür entwickelt wurden. Und ehrlich gesagt werden die meisten Benutzer, die die kleineren Karten mit Adapterhülsen verwenden, den Unterschied nicht oder nicht oft bemerken. Wenn Sie jedoch Ihre DSLR- oder spiegellose Kamera für schnelle, zuverlässige Leistung gekauft haben, sollten Sie eine separate Karte kaufen, die speziell für ihr Format entwickelt wurde – SD in voller Größe für die meisten heute auf dem Markt erhältlichen Modelle. Sie sind im Moment recht günstig und die zuverlässigere Leistung lohnt sich.